Spital Linth - Erneuerung und Sanierung

 
Spital Linth
 

Auftraggeber

Auftraggeber für das Bauvorhaben Spital Linth in Uznach ist die Bauherrenge-meinschaft Spital Linth. Diese setzt sich aus dem Kanton St.Gallen und dem Spital Linth zusammen. Sie wird für das Verfahren durch das Baudepartement vertreten. Die Federführung liegt beim Hochbauamt des Kanton St.Gallen.

 

Wettbewerbsverfahren

Das Verfahren wird als offenes nicht anonymes, zweistufi ger TU-Gesamt-leistungswettbewerb in Anwendung von Art. 12 Abs. 1 Bst. a und Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (sGS 841.32; abgekürzt VöB) sowie Art. 39 f. der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 21. April 1998 (sGS 841.11; abgekürzt IVöB) ausgeschrieben und durchgeführt.

 

Das Verfahren wird in deutscher Sprache geführt. Mündliche Auskünfte werden nicht erteilt.

Die Beurteilung der Angebote erfolgt nicht anonym. Diese TU-Submission beinhaltet die zu erbringenden Leistungen für die Planung und die Ausführung des Bauvorhabens Spital Linth, Uznach SG,  Erneuerung und Sanierung 2. Bauetappe.

 

TU-Submission 2. Bauetappe

Für die Planung der 2. Bauetappe wurde gemäss dem Leistungsauftrag an das Spital Linth und der prognostizierten Entwicklung des Spitals der gesamte Raumbedarf neu ermittelt. Die Gegenüberstellung des IST-Raumprogrammes zum erarbeiteten SOLL-Raumprogramm zeigte primär Fehlflächen im Untersuchung-/Behandlungsbereich, im ambulanten Pfl egebereich sowie im Logistik- und Verwaltungsbereich auf.

 

Aus der aufgrund dieser Erkenntnisse ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie ergaben sich neue Anordnungen in der bestehenden, noch nicht sanierten Gebäudesubstanz (Gebäude A/B und C) sowie die Notwendigkeit einer Erweiterung mit einem Neubau, um den zusätzlichen Flächenbedarf abdecken zu können.

 

Die 2. Bauetappe umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Untersuchung/Behandlung (Ambulatorium, klinischer Arztdienst, Diagnostik, Labor, Bildgebende Verfahren, OP, Gebärsaal, Therapien, Bereitschaftsdienst)
  • Pflegebereich (Wöchnerinnenstation, IMC, Tageskliniken)
  • Verwaltung (Spitalleitung und Verwaltung, Archivierung Datenverarbeitung)
  • Sozialbereich (Sozialdienste, Personalumkleiden)
  • Ver- und Entsorgung (Arzneimittelversorgung, Sterilgutversorgung, Betten-aufbereitung, Speisenversorgung, Wäscheversorgung, Lagerhaltung und Güterumschlag, Wartung und Reparatur, Abfallbeseitigung, Hausdienst, Medienversorgung)
  • Ausbildung / Schulung
  • Betriebstechnische Anlagen
  • Neugestaltung Erschliessung/Umgebung/Parkplätze

 

Die Aufgabe des TU-Submission besteht nun darin, den Flächenbedarf betrieblich, räumlich und gestalterisch in die bestehende Bausubstanz sowie einen Neubau in die Spitalanlage einzubinden. Dabei wird freigestellt, ob das Gebäude C mit einer Umnutzung/Sanierung erhalten bleibt oder abgebrochen und die Fläche im Neubauteil integriert wird.

Mit dem Projekt ist auch das Entwicklungspotential des Spitals konzeptionell auszuweisen und aufzuzeigen wie sich das Spital baulich weiter entwickeln kann. Dabei ist eine Erweiterung mit dem Psychiatrie-Zentrum Süd planerisch und kostenmässig in der 1. Stufe des TU-Wettbewerbs auszuweisen.

 

In der 2. Stufe des TU-Wettbewerbes wird das Psychiatrie-Zentrum Süd nicht weiter bearbeitet, da eine Realisation zum heutigen Zeitpunkt noch offen ist. Das Zentrum muss lediglich als mögliche Erweiterung aufgezeigt werden, eine Detail-planung und Kostenberechnung durch den TU ist nicht notwendig.

 

Das weitere Entwicklungspotential des Spitals ist konzeptionell in beiden Stufen des TU-Wettbewerbes auszuweisen.

 

Termine

1.Stufe

Ausschreibung, 21. Dezember 2009

Bezug Programm, ab 18. Dezember 2009

Ausgabe Unterlagen, ab 18. Januar 2010

Anmeldung zum Verfahren, bis 29. Januar 2010

Informationsveranstaltung ,1 26. Januar 2010, 14.00 Uhr

Informationsveranstaltung 2, 10. Februar 2010, 14.00 Uhr

Fragestellung 1. Runde, bis 15. Februar 2010

Fragenbeantwortung 1. Runde, 1. März 2010

Fragestellung 2. Runde ,bis 15. März 2010

Fragenbeantwortung 2. Runde, 29. März 2010

Einreichung Unterlagen Angebot ,7. Mai 2010

Einreichung Modell, 21 Mai 2010

Präsentationen durch Verfasser, 25. Mai 2010

Entscheid 1.Stufe, August / September 2010

 

2.Stufe

Übergabeworkshop, voraussichtlich September 2010

Fragestellung 1. Runde, voraussichtlich September 2010

Fragebeantwortung 1. Runde, voraussichtlich Oktober 2010

1. Zwischenworkshop, voraussichtlich November 2010

Fragestellung 2. Runde, voraussichtlich November 2010

Fragenbeantwortung 2. Runde, voraussichtlich Dezember 2010

2. Zwischenworkshop, voraussichtlich Dezember/Januar 2011

Einreichung Unterlagen Angebot, voraussichtlich Februar 2011

Einreichung Modell, voraussichtlich Februar 2011

Präsentation durch Verfasser, voraussichtlich Februar 2011

Vergabeentscheid, voraussichtlich Juni 2011

Unterzeichnung TU-Vertrag, voraussichtlich Frühjahr 2013

Beginn Ausführung, voraussichtlich Frühjahr 2014

 
Wettbewerbsprogramm
PDF-Datei SpitalLinthProgramm.pdf (2718 kb, PDF) 21.12.2009
   

Ausgangslage

Das Spital Linth wurde im Jahr 1895 als Bezirkskrankenhaus (heutiges Pfl ege-zentrum) mit 35 Betten eröffnet. Bereits 1904/05 ist eine erste Erweiterung und 1923/24 ein Ausbau auf 100 Betten erfolgt. 1948/50 sind mit dem Personalhaus 1 (Gebäude F) und dem Absonderungshaus (Gebäude C) weitere Bauten dazugekommen. 1965/66 wurde das Personalhaus 2 (Gebäude E) mit dem Zwischentrakt erstellt und das Absonderungshaus wurde in ein Geburtshilfehaus umgebaut.

Wegen akuter Raumnot und überholten Strukturen hat man sich in den sechziger Jahren für den Bau eines neuen Spitals entschieden und dieses nach dreijähriger Bauzeit am 1. Juli 1970 eröffnet (Gebäude A/B). Das alte Spital ist in der Folge als Pfl egeheim umgebaut worden, dem heutigen Pflegezentrum Linthgebiet.

 

Nach rund 35 Betriebsjahren war eine Gesamtsanierung der Spitalbauten (Gebäude A/B), verbunden mit einer Komfortsteigerung im Bettenbereich, einer Erneuerung im Behandlungs-, Untersuchs- und Operationsbereich, sowie die Erneuerung des Eingangsbereichs und des Restaurants aus baulicher und betrieblicher Sicht notwendig geworden. Zudem waren die haustechnischen Installationen veraltet und müssen aus Gründen der Betriebssicherheit erneuert werden.

Um den Spitalbetrieb während den Bauarbeiten permanent sicherstellen zu können, wurde ein Sanierungskonzept in Etappen festgelegt.

Im Jahr 2005 genehmigte der Kantonsrat des Kantons St.Gallen einen Kredit über CHF 30.1 Mio. für eine 1. Bauetappe, der Erneuerung und Sanierung des Spital Linth. Aufgrund von unerwartetem Asbestvorkommen wurde im Jahr 2006 vom Kantonsrat zudem ein Zusatzkredit von CHF 4.5 Mio. für eine umfassende Schad-stoffsanierung bewilligt. Die erste Bauetappe wurde im Juli 2009 abgeschlossen.

 

Die 1. Bauetappe wurde von Anfang 2006 bis Mitte 2009 realisiert und umfasste folgende Bereiche: 

  • Neugestaltung Haupteingang und Eingangshalle mit Auskunft und Anmeldung (Gebäude A West)
  • Einbau einer Notfallstation im Erdgeschoss (Gebäude A Nord)
  • Neubau Restaurant / Cafeteria mit direkter Beziehung zu Eingangshalle und Haupteingang (Gebäude A West)
  • Erneuerung von 3 Akutbettenstationen mit je 26 Betten im 5. – 7.OG und einer Geriatriestation mit 20 Betten im 4.OG im Bettentrakt (Gebäude B).
  • Erneuerung Technikräume und Einbau von Pikettzimmer im 8.OG (Gebäude B) .Sanierung der Fassaden ab dem 2.OG bis zum Dach sowie Erneuerung der Flachdächer (Gebäude B)
  • Erstellen eines Helikopterlandeplatzes auf dem Dach des Bettentrakts (B) 
  • Teilerneuerung der haustechnischen Installationen sowie Bau einer neuen Trafostation zur elektrischen Versorgung des Spitalgebäudes
  • Ertüchtigung der Erdbebensicherheit und Ausführung einer umfassenden Schadstoffsanierung (Bereiche 1. Bauetappe Gebäude A und B)

 

 
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